Das Dilemma
Wir stecken in einem Dilemma. Als Weltbürger, als Europäer, als Angehörige unserer bundesrepublikanischen Gesellschaft, als Bewohner unsere Städte und Parzellen – als denkende, politische Menschen.
Wir wissen um das Vorhandensein globaler Wirtschafts- und Finanzkrisen. Wir werden geschüttelt von der sogenannten EU und Eurokrise. Wir erleben ein ständiges sich weiter Öffnen der Arm-reich-Schere, dem drohenden Kollabieren bewährter Sozialsysteme und der resultierenden Spaltung unserer Gesellschaften. Wir wissen, dass all dies voranschreitet.
Wir kennen die fatale Realität unserer Öko-Bilanzen, wir wissen um die Notwendigkeit des Handelns und den Konsequenzen des „weiter so“. Wir wissen vom Verschwinden der Lebensgrundlagen für die Menschheit insgesamt, wenn wir nicht umgehend, radikal gegensteuern. Dies gilt für den Ressourcenraubbau wie für den menschengemachten Klimawandel. Wir wissen, dass viel zu wenig getan wird.
Wir wissen um die unmenschliche Grausamkeit von weltweit geführten Kriegen, deren Sinnlosigkeit, deren perfiden Begründungen, deren Ressourcenvernichtung, deren völliger Unzulänglichkeit zu Konfliktlösungen. Wir wissen um die Aufstellung von immer „effektiveren“ Armeen und deren Unsummen verschlingende Bewaffnung. Wir wissen, dass Krieg als Option immer mehr und immer häufiger zur Anwendung kommt. Wir wissen, dass die Option „konsequente Friedenspolitik“ viel zu wenig Beachtung findet.
Wir wissen um die Not von weltweit Millionen Menschen auf der Flucht vor Krieg, Terror, Hunger. Wir wissen um deren Elend. Wir wissen, dass wir diesen Menschen in völlig unzureichendem Maße Hilfe geben.
Das ist unser Dilemma: Wir wissen viel – und handeln unzureichend, falsch oder gar nicht. Dafür gibt es Gründe. Es gibt aber keinen einzigen Grund es so zu belassen. Wir brauchen besseres, richtiges, gutes Handeln. Wir brauchen gute Politik. „Die Politik“ muss klaren Erkenntnissen folgend handeln. Gute Politik ist definierbar und als grundlegende Richtschnur politischen Handelns zu begreifen.
Diesem Dilemma zu begegnen bemüht sich, im Rahmen seiner Möglichkeiten, das Internetportal D-11011 (d-11011.de).
[fh]
